Geocaching mal „woanders“

Letzte Woche waren ich mit meinen Kletter-Kumpels eine Woche in Spanien an der Costa Blanca zum Klettern. Das ewige trübe und nasse Wetter trieb uns zu dieser Flucht in die Sonne. Base-Camp war ca. 20km von der Küste nördlich von Alicante im Hinterland, genauer in das verschlafene Nest Sella. Zum Klettern ein Paradies.

Natürlich sollten bei der Aktion auch ein paar Caches abfallen. Also rechtzeitig das Pocket Query angeschmissen mit der Standard-Urlaubseinstellung: 500 Caches, 100km Umkreis. Ein paar Sekunden später hatte ich dann Post. PQ in GSAK geöffnet und ich traute meinen Augen kaum. Es waren nur 255 Caches gesamt? Nochmal in Google Maps überprüft, aber es waren wirklich nicht mehr. Dann im Zielgebiet geschaut und eine Handvoll Caches gefunden, darunter auch einige wohl längere Multis. Na Prost, dachte ich mir. Aber wie es so ist im Leben, kann man sich schnell täuschen. Wir haben zwar insgesamt auch nur 3 Caches gemacht. Der erste war eine schnelle Mitnahme für den Länderpunkt Spanien und quasi aus der Not/Zufall geboren. Nett, aber nicht spektakulär. Die beiden anderen waren absolut top. Ordentliche Listings, tolle Locations und wirklich kurzweilig. Absolut den Gang wert.

Es waren nur wenige gefundene Caches, aber ich werde gerne daran zurück denken. Das ist mir schon bei unserem letzten Urlaub im Wallis passiert. Da war die Cachedichte auch nicht pralle und trotzdem erinnere mich sehr gerne daran. Auch wenn wir für manchen Cache einen ganzen Tag gebraucht haben. Nicht weil wir ihn nicht gefunden hätten, sondern weil weit, hoch oder (meistens) beides.

Wir benutzen Geocaching ja schon lange als „alternativen“ Reiseführer. Je nach Region dauert die Vorauswahl mal kürzer, mal länger. In überbedosten Gegenden natürlich länger. Aber man kennt nach einer Weile die Kriterien zum Aussortieren. Komischerweise kann in Regionen mit spärlicher Bedosung oftmals bedenkenlos alle Caches runterladen und auch machen. Dort geben sich die „Locals“ noch richtig Mühe und der übliche Schrott ist noch nicht vorhanden. Dann springen vielleicht nur ca. 10 Caches in zwei Wochen Urlaub dabei raus, aber es war trotzdem einfach toll. Man hat tolle Erlebnisse und kann dann nachher sagen: „Ohne Geocaching wäre ich hier nie hinkommen“. Das hat doch was!

Und diese Erfahrungen waren für mich ein weiterer Schritt auf dem Pfad zur Erkenntnis, dass man nicht jeden Cache machen muss. Also einfach mal irgendwo hinfahren zum Geocaching wo die Dosen noch spärlich sind. Es lohnt sich wahrscheinlich richtig.

Vor zwei Jahren hat das auch noch auf das mittelhessische Lahn-Dill-Bergland zugetroffen. Dort fahren zwar nicht wirklich viele Leute zum Urlaub hin, es soll aber Urlauber hier geben. Alleine schon wegen der vielen „Premium-Wanderwege“ in diesem hessischen Naturpark. Es ist auch wirklich eine schöne Gegend und wir wohnen dort seit zwei Jahren. Die Gegend ist immer noch schön, mit Geocaching ist das jetzt irgendwie anders. Das ist aber ein Thema für die nächste Woche.

Vielleicht hast Du ähnliche Erfahrungen mit tollen Gegenden zum Geocaching gemacht. Es würde mich sehr freuen darüber zu hören.

Alles wird gut! Bis nächsten Montag.