Montagsgedanken: Notifications – Segen oder Fluch

Als die Notifications eingeführt wurden, fand ich das eine ganz tolle Sache: jederzeit über die neuesten Caches informiert sein. Super! Die FTFitis, unter der ich damals noch litt, konnte in ganz neue Sphären aufsteigen. Allerdings hatten irgendwie jetzt alle das gleiche Spielzeug. Das machte es damals echt hart! Und irgendwann hat das mit FTF dann auch keinen Spaß mehr gemacht: nachts um 22.20 an der Pissecke am Petling rumstehen muss ich nicht haben.
Rückfälle von FTFitis bekomme ich heute höchstens noch bei Caches bis 1-2 km um die Bude. Ansonsten ist man über die Notifications immer schön übersichtlich informiert was um einen herum passiert. Das ist wirlich ein Segen! Vorher musste man immer auf geocaching.com schauen, ob es was neues gibt, und konnte auch schnell mal etwas übersehen.

Interessant ist auch, dass man nach einer Weile beim Lesen der Notifications schon ein Gespür dafür bekommt, ob das ein lohnenswerter Cache ist. Wenn die Dinger im Mail ankommen, schau ich erstmal den Cachetyp und die Entfernung an. Alles was ein Mystery ist und mehr als 10km entfernt, schaue ich mir mobil schon gar nicht mehr an – das kommt dann irgendwann mal. Am interessantesten sind aber meistens die Cachenamen. Die meisten lassen schon erahnen, was sich dahinter verbirgt: „Leitplanke XXX“, „Micro B277“, „Petling an der Linde“ o.ä. sind solche Klassiker. Und die „hingeworfenen“ Micros lasssen i.d.R. auch keine Kreativität im Cachenamen erkennen.

Auf dem Bildschirm im ersten Augenblick kommen bei mir nur die Caches unter 10km und/oder die im Namen etwas interessantes erkennen lassen (z.B. Kletterbaum). Dann hält es mich meistens nicht mehr und ich werde unruhig. Schnell die Cachebeschreibung aufgemacht und die Details gelesen. Wenn es dann wirklich etwas richtig interessantes ist, kommt das Dilemma: man hat entweder schon Pläne, die man kurzerhand modizifieren muss oder man hat wirklich keine Zeit. Dann geistert einem das Ding für Stunden/Tage/Wochen im Kopf rum. Furchtbar. 😉 Das ist dann der Teil wo die Notifications zum Fluch werden.

Von den aktuell berichteten Übermittlungsproblemen und Zeitverzögerungen bei den Notifications habe ich noch nichts gemerkt. Bei mir kommt alles immer komplett und auch recht zeitnah. Ich habe auch eine ganze Reihe eingerichtet: für jeden Cachetyp eine Notification, i.d.R. bis ca. 30km. Events bis 50km sowie eine Notification für eine von mir unter spezieller Beobachtung stehende Region.

Wie „lest“ Ihr denn Eure Notifications, wie geht Ihr damit um bzw. wie sind sie eingerichtet? Das würde mich mal sehr interessieren.

Alles wird gut! Bis nächsten Montag.