Montagsgedanken: Fläsch Mops

Flashmobs (hess. Fläsch Mops) sind die neuste Erscheinung am Web 2.0 Himmel. Und natürlich dauerte es in der GC-Szene nicht lange bis dieses Phänomen Einzug hielt. Die ersten Flashmob-Events müssten Anfang 2008 als Event in Deutschland angemeldet worden sein.

Für die Definition des Definiendum „Fläsch Mop“ greife ich mal auf die alemannische Nachschlagfibel zurück. Das dürfte neutraler ausfallen als eine launisch-zynische Arbeitsdefintion von mir.

Der Begriff Flashmob (flash – Blitz; mob – von mobilis – beweglich), auch Blitzauflauf, bezeichnet einen kurzen, scheinbar spontanen Menschenauflauf auf öffentlichen oder halböffentlichen Plätzen, bei denen sich die Teilnehmer üblicherweise persönlich nicht kennen.

Die Beteiligten, „Blitzaufläufer„, „Smart Mobber“ oder „Flash Mobber“ genannt, tauchen am vereinbarten Ort zur vereinbarten Zeit auf, um dort kurz und für die unwissenden Passanten völlig überraschend einer gänzlich sinn- und inhaltslosen Tätigkeit nachzugehen.

Quelle: Wikipedia (Hervorhebung durch mich)

Sinn- und inhaltslose Tätigkeit (neudeutsch: Bullshit)? Kommt der Wahrheit schon sehr nahe. Und der Begriff „Mob“ ist ja auch nicht gerade positiv belegt. Die ersten Flashmobs waren ja noch witzig, zum Beispiel der „Sturm auf McDonalds“ in Berlin. Mit Smartmobbing hat die Idee nochmal einen Aufschwung zum „Guten“ genommen. Ansonsten gilt: Sinnbefreiung! Nur McDonalds findet die Sache super, mit vereinzelten Zuwachsraten im Burgerverkauf von mehreren tausend Prozent. Nachteilig ist nur die ernährungstechnische Botschaft. WWFM sind jetzt die Steigerungsstufe zum normalen Flashmob. Und was es alles sonst noch so gibt, findet man auf flash-mob.de

Vielleicht sind die Hamburger Geocacher bald die Ersten, die auf solche Events verzichten müssen. Zumindest die CO2-Bilanz für Geocaching Events würde dadurch erheblich verbessert.

Vermutlich geht es aber nur um den schnellen Punkt. Kein nerviges Aufräumen à la CITO, stundenlanges Herumsitzen in einer Kneipe oder Mega-Events mit hunderten von Leuten (und langer Anfahrt). Einfach und convenient! Noch besser wäre natürlich der online Flashmob, dann müsste man nicht mehr das Haus verlassen und könnte den begehrten Punkt zwischen dem stundenlangen Lösen von Mystery-Caches ergattern. Aber mit Geocaching hat es nun irgendwie überhaupt nichts zu tun.

Ihr wollt etwas gegen den intelligenten Web-Mob unternehmen? Hier das ultimative Massnahmenpaket gegen Geocaching Flashmobs:

  • Nicht hingehen
  • Die Organisatoren der Tomatina zum Übungswerfen einladen
  • Gegendemonstration mit Vermummung
  • Flashmob als Demonstration beim Ordnungsamt anmelden
  • Bierdosen mitnehmen, leer trinken und Müll vor Ort lassen (Achtung: politisch inkorrekt)
  • T-Mobile für ein paralleles „Sing-along“ gewinnen
  • Transparente mit „Ihr folgt Brooke Oberwetter“ am Veranstaltungsort aufhängen
  • After-Flashmob-Event 1/2h vor Beginn des Flashmobs
  • Eine Delegation aus Pamplona mit „Haustieren“ einladen
  • Ice Age auf Großleinwand zeigen

Und wenn das alles nicht zusagt oder hilft, dann gibt es die ulitmative Maßnahme: Besorgt Euch einen Lautsprecherwagen mit mehreren zehntausend Watt, ladet Don Cerebro ein (wenn der nicht kann/will/betrunken ist, dann notfalls diesen Don Cerebro) und bittet ihn über Sinn von Fläsch Mops eine emotionale Rede zu halten. Dann schaut keiner mehr auf den Fläsch Mop. Garantiert! Achtung: Dies kann eine Prozesslawine auslösen.

Alles wird gut! Bis nächsten Montag