Montagsgedanken: „The day after“ – jetzt aber richtig

Eigentlich wollte ich diese Woche in den Montagsgedanken wieder was Handfestes schreiben. Doch die Ereignisse vom Wochenende haben mich überrollt. Dafür habe ich mein Thema für nächste Woche schon fertig. Ist doch auch toll.

Ich hätte mir niemals träumen lassen, dass eine Sprinkleranlage Tausende von Kilometer entfernt sich unmittelbar auf meine Leben auswirken könnte. Genau das ist aber am Wochenende passiert. Erst fand ich es shyce, denn wir wollten zu einem Event. Dann fand ich es wieder super: Es gab genug Stoff zum bloggen, ich war beschäftigt und mein Zivi konnte sich ausruhen. Und in der Proxy-Psychiatrie lief es wie bei ProSieben: We love to entertain you. Und die Page Impressions in meinen Blogs entwickelten sich sehr ordentlich und ich habe viele neue Abonnenten für meinen RSS Feed gewonnen. Super!

Doch dann traf mich über dem Wochenende ein eiskalter Schlag ins Gesicht. Was passiert denn mit meinen Logs und Cachebeschreibungen wenn es geocaching.com irgendwann nicht mehr gibt, in die Insolvenz, Jeremy mit den Daten durchbrennt oder völlig abbrennt? Das wäre nicht auszuhalten. Daher habe ich sofort im „The day after“ Aftermath-Delirium geeignete Maßnahmen vorbereitet, um einen Datenverlust zu vermeiden:

  • Täglicher Abruf des „My Finds“ Pockey Query und Ausdruck des GPX-Files
  • Ausdruck aller meiner eigenen Caches in 4-facher Ausfertigung
  • Hinterlegung von Ausdruck 2 meiner Cachebeschreibungen im Gartenhäuschen
  • Archivierung von Ausdruck 3 meiner Cachebeschreibungen beim Bundesarchiv
  • Kauf eines brandsicheren Safes zur Hinterlegung des Ausdruck 4a meiner Cachebeschreibungen
  • E-Mail Abonnement mit sofortiger Benachrichtung des Threads „wird es noch schlimmer bei gc.com
  • Aufbau einer eigenen Datenbank mit allen deutschen Caches in GSAK
  • Redundante Datensicherung meines privaten PC an mehreren Standorten
  • Anmietung von Speicherkapazitäten bei einen 1st Class Provider
  • Abspeicherung der privaten Mobilnummer meines Therapeuten in meinem iPhone
  • Kauf eines Honda-Generators für meinen Notebook
  • Diskussion meiner getroffenen Maßnahmen im Geoclub aus QA-Gründen und Umsetzung weiterer Maßnahmen aus der Diskussion
  • Kauf eines brandsicheren Safes zur Hinterlegung des Ausdruck 4b meiner Cachebeschreibungen (Danke für den Hinweis Thorsten).

[Ironie off] Das war natürlich nur Spaß und nicht wirklich Ernst gemeint. Ist doch alles nicht so schlimm. Da fällt in 10 Jahren mal ein paar Stunden das System aus und es gibt ein Geschrei, als hätte Jeremy persönlich den Server von Opencaching geklaut. Wir hatten am Wochenende ein prima Event in der Rhön und das ging auch. Irgendwie hatten trotzdem alle die Daten und ein paar Zettel in der Hand. Also entspannt zurücklehnen: Lebbe geht weidder! 257 Seiten dieses grausamen Threads „wird es noch schlimmer bei gc.com“ sind wirklich 256 Seiten zuviel. Ein früherer Chef mit anglophilen Prägungen hat mal gesagt: Wieso reden die Deutschen immer zu 80% über 20% schlechte Sachen, das bringt nur schlechte Laune. Recht hat er!

In der grünen Hölle kann man auch noch viel lernen: Wie macht man aus Umsatz direkt Gewinn und wie man seine IT-Struktur durch outgesourcte Experten ohne großen Aufwand erheblich reduzieren und die Verfügbarkeit auf 104% bringen kann.

weiterführende Literatur – einfach herrlich. In diesem Thread fehlt jedoch Dieter Nuhr als Moderator.

Jedenfalls fand ich den Einsatz der GSP-Grew, die sich die Nächte um die Ohren geschlagen, sehr beachtlich. Ein PR-Fachmann mag noch Optimierungsbedarf sehen, aber die Initiative über Twitter und JI’s Blog fand ich einen guten Ansatz. Vor allem wenn die Webseite als Kommunikationsmedium erstmal ausscheidet.

Interessant in diesem Kontext fand ich allerdings die Rolle von Twitter und Blogs. Während die normalen Medien ewig hinterher hinken, war insbesonders in Twitter die Information extrem schnell verfügbar. Twitter ist eben doch mehr als „What are you doing?“ und eine wirklich spannende Sache. Voraussetzung ist die richtige Nutzung, aber darüber entscheidet jeder selbst.

Alles wird gut! Bis nächsten Montag.