Freagle – Couchsurfing im Zelt oder Outdoor 2.0

Über einen Artikel im Trekking Blog aus Luxemburg bin ich auf Freagle.org aufmerksam geworden. Was genau ist Freagle? Freagle ist Netzwerk von Outdoorern, die sich gegenseitig einen kostenlosen Platz zum Zelten und Wasser zur Verfügung stellen. Ähnlich wie Couchsurfing, nur eben draussen.


Freagle ist ein relativ junges Projekt aus Deutschland, dass erst Mitte 2009 gestartet wurde und sich aktuell noch in der Betaphase befindet. Man strebt aber an ein weltweites Angebot zu schaffen. Aktuell gibt es 43 verifizierte Camps in 6 verschienden Ländern. Und seit heute ein Camp mehr. Wir haben uns heute auch angemeldet und mit dem „Jeeper Lawn“ eine Freagle Station aufgemacht.

Kann jeder mitmachen? Ja, aber Voraussetzung ist, dass man selbst eine Möglichkeit zum Zelten anbietet. Nach der Anmeldung muss man seine Campsites hinzufügen. Nach der sogenannten Verifizierung bekommt man dann Zugriff auf die Karten mit allen Freagle Stations. Ebenso erhält man dann die Freagle Card, die man zum Zelten an den Freagle Stations benötigt.

Wenn man keinen Garten oder Grundstück hat, kann man auch auf verschiedenen anderen Wegen Zugang erhalten. Aber natürlich lebt ein solches Netzwerk von der Gastfreundschaft und dem Angebot von Campsites. Der Name Freagle setzt sich übrigens aus Free+Eagle – frei wie ein Adler – zusammen. Diese Namensgebung zielt darauf ab, dass sich Trekker, Backpacker und Outdoorer vernetzen und eine Infrakturstur für unkomplizierte Übernachtungen aufbauen. Daher auch der Claim „Outdoor 2.0.“.

Speziell in Deutschland ist es gerade für Wanderer, z.B. auf den vielen neuen Premiumwanderwegen, schwierig kostengünstige Übernachtungen zu finden. Oder eine mehrtägige Tour mit geringen Kosten zu ermöglichen. Und Wildcampen ist oft mit erhöhtem Adrenalin-Ausstoss verbunden und kann auch den Geldbeutel arg belasten. Aber auch für den Wochenend-Trip in heimatlichen Gefilden oder das zweitägige Geocaching-Event ist Freagle eine Alternative.

Ich finde die Idee des „weltweiten kostenlosen Zelten“ hat sehr viel Charme. Im Gegensatz zum Couchsurfing muss man auch keinen „Fremden“ in sein Haus lassen wenn man das nicht möchte. Das hatte uns auch vom Couchsurfing bisher abgehalten.


Unser Camp ist jetzt online und „verifiziert“. Jetzt warten wir ganz gespannt auf den FTF – First to Freagle. Eventuell den ein oder anderen Wanderer, der den Rothaarsteig oder den Westerwaldsteig angehen möchte. Mit etwas Glück finden sich auch noch zwei weitere „Freagles“ aus der Region und wir können einen Tribe aufmachen.

Schaut doch einfach bei Freagle vorbei und vielleicht habt Ihr noch etwas Platz im Garten frei …

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