Montagsgedanken: Alles für den Dackel, alles für den Punkt!

So herrlich sind die Diskussionen in der Grünen Hölle, aber auf ihre eigene Art. Da sitzt man kopfschüttelnd vor dem Rechner und versteht die Welt nicht mehr. Gigacaching für die „Spinner“. Dabei kann Geocaching so wirklich herrlich sein. Es gib Momente wo man direkt weiss, dass man noch Jahre davon erzählen wird. So geschehen gestern. Da cacht man ganz gemütlich mit den GeoJeepern auf einer gemütlichen Geocaching-Runde nach dem Geburtstags-Brunch. Wie zitierte schon Konfuzius BlueGerbil (oder war es andersum?): Nach dem Essen sollst Du ruhen oder ein paar Caches tun. Dann ein harmloser D1,5 T2. Eine Brücke über einen Bach. Die Dose ist wohl irgendwo darunter. Alle 4 Ecken sind sofort besetzt und nun beginnt ein Film.

Cacher A: Da ist er!
Cacher B: Wo?
Cacher A: Da, bei C! Unten drunter, hinter dem Träger.
Cacher C: Ok, ich fühl mal.
Cacher C: Oh, shyce.

::: P L A T S C H :::

Mehrere Augenpaare starren geschockt auf den Bach. Was tun?

A) Cache treiben lassen und nix sagen -> Unfair gegenüber dem Owner und kein Punkt
B) Cache treiben lassen und NM loggen -> Unfair gegenüber dem Owner und kein Punkt
C) Hinterher und irgendwie die Dose rausfischen. -> Keiner merkt was und ein Punkt!
D) Damm bauen ca. 1km Bachabwärts -> zu aufwendig
E) Cache treiben lassen, die nächsten 500m photografieren, live twittern und abends bloggen – kein Punkt
F) Alles leugnen und – um Spuren zu verwischen – einen Cache 100km entfernt loggen. 1 Punkt

Ganz klar: Die richtige Antwort ist „C“. Cacher A und Cacherin D sprinten los. Cacherin D dabei wie ein junges Reh.

Problem: Wasser kalt und Böschung steil. Auch nach 100m noch kein Erfolg, trotz energischer Versuche.

Dann kommt Cacherin E und jetzt kommt die Wende. Sie zieht die Schuhe und Socken aus, rein in den Bach und Dose raus. Und das im November! Hardcore Dosen Retrieval.

Die Dose ist vor dem Untergang bewahrt: Alles für den Dackel, alles für den Punkt!

Das Ganze hätte noch ein gutes Ende genommen, wenn Cacherin E nicht mit nackten Füssen in die Brennesseln getreten wäre. Aber die Dankbarkeit stand allen ins Gesicht geschrieben und Cacherin E wird gefeiert wie eine Heldin. Der Punkt ist gerettet. 😉

Das sind die Geschichten, die das Geocaching-Leben schreibt. Und nicht das Genöle in der grünen Hölle. Wie kann man auch nur Spaß am Geocaching Leben haben.Geht ja gar nicht! Ist ja eklig! Lieber richtig verbissen um den Thread kämpfen. Da blüht der deutsche Vereins-Geocacher auf. Nicht mit uns, wir „kämpfen“ nur um die Dose und haben einen schönen Tag (draussen).

Alles wird gut! Bis übernächsten Montag.