Montagsgedanken: Reverse Rudelcaching

Ich bin kein großer Fan von Rudelcachen, um nicht zu sagen ich hasse es. Aber manchmal muss man diesen Weg beschreiten. Zum Beispiel beim Betatest eines neuen Caches. Beim Cacheauslegen bin ich mehr von der Tradi-Fraktion. Außerdem beherrsche ich die Mittel-Funktion am 60CSx halbwegs, sodaß ein Betatest meistens nicht stattfindet. SCHNIPP Am Wochenende war ich bei einem Cache wo die ersten Koordinaten bei einem Traditional über 50m off waren, das war dann schon etwas bizarr. Und die Location war auch Shyce. Nur am Rande erwähnt, fiel mir gerade so in diesem Zusammenhang ein. SCHNAPP

Nun hatte ich mal wieder einen langen Multi geplant. Es wurde ein Mystery, aber das ist eine andere Geschichte. To cut a long story short: Mystery haben den unschlagbaren Vorteil, dass die Headerkoordinaten liegen können wo man will (zumindest im einem gewissen Radius). Er soll zum Kaltduscher-Event online gehen und man(n) will sich ja nicht planieren äh blamieren.

So fanden sich am Samstag einige Verrückte ein und letztendlich waren wir 7 große Cacher, 2 heranwachsende Cacher und 2 Hunde, also ein ziemlich großes mittelgroßes Kleinrudel. Da sowieso fast alle mit dem Event oder den angrenzenden Caches zu tun hatten, waren quasi alle Experten vor Ort. Nur ein Bayer war „zufällig“ da und konnte uns nach erfolgreicher Verlängerung seines Reisepasses und Ausreise aus dem Freistaat begleiten.

6 große Cacher waren voller Tatendrang und ein zukünftiger Cache-Owner hoffte inständig nicht so dreckig zu werden wie beim Cacheauslegen. Die heranwachsenden Cacher haben erstmal nur gezündelt. Und was hatten wir einen Spaß. Das Wetter hatten wir auch extra zum Cachetitel („Quäl Dich“) bestellt und auch prompt von Petrus geliefert bekommen. Ansonsten gab es super Windbeutel vom „Windbeutel Man“, eine mobile Verpflegungsstation auf halber Strecke, Feuchttücher und Moltonunterlagen (für die sympathischen Rheuma-Cacher ab Mitte 30). Die Gruppe teilte sich in Anti-Sissies und Feuchttücher-HCC-Cacher. Und was hatten wir einen Spaß! Wer sich die ganze Geschichte mal ansehen will, findet auf Making Of Caches einen kleinen Bericht mit Bildern.

Zum Glück hatte der Cache keinen größeren Bug, ich habe noch 2-3 wertvolle Hinweise bekommen und den Wechsel der „Beschriftung“ an 2 Bäh-Stationen musste ich auch nicht selbst erledigen. Glück und Leid eines Cache-Owners können so nah beieinander liegen. Ich werde nimmer den Betatest als notwendiges Übel begreifen, sondern als lustiges Happening. Reverse Rudelcaching kann so cool sein.

Alles wird gut! Bis übernächsten Montag.