Premium Member Only: Endlich Ruhe!

Alle Cacheowner kennen das Problem: „Minderwertige Logs“ sind die Regel statt die Ausnahme, Geocaching wird als Alternative zu Foursquare und Gowalla verstanden, hoher Wartungsaufwand durch Grobmotoriker und diese Selbstverständnis, dass der Owner ein Angestellter des Suchers ist.

Dass es nur noch um den Statistikpunkt geht, wird in den Logs nur mehr als deutlich gemacht. Schön das Log noch vor Ort einhändig in das Smartphone gehackt und weiter zur nächsten Baustelle. Auch vor aufwändigen Caches und mehrstündigen/-tägigen Geocaches macht das nicht halt. Geocaches sind nur noch Beiwerk und ein iPhone/Droid macht es ganz einfach in den Geocache „einzuchecken“. Die Wertschätzung für den Cache haben diese Menschen einfach nicht. „Ich habe den Cache gefunden, jetzt ist mir doch egal was damit passiert.“ Im Zweifel wird solange gemeckert bis auch in der Groundspeak App für iPhone kein Text oder Satzzeichen mehr eingeben werden muss. Das verzögert das Einchecken.

Und wenn genug eingecheckt haben, sind die Dose und ihre nähere Umgebung kaum noch zu erkennen. Viele davon Geocacher, die noch nie das Lied von den Dosenfischer die „Golden Jahre“ gehört haben.

Auch mir geht es so wie vielen anderen Cacheowner und man ärgert sich einfach nur beim Lesen der Logs. Ja, ich lese alle Logs meiner Caches. Nun habe ich vor knapp über 3 Monaten einen Großteil meiner Caches auf „Premium Member Only“ umgestellt. Und was soll ich sagen: Es ist so schön! Die Logs gehen um ca. 2/3 bei einzelnen Caches zurück, man bekommt im wesentlichen Old-School Logs und die Wartung hält sich in Grenzen. Ausnahmen bestätigen die Regeln. Nebeneffekt: Dritte, die durch den Sturm auf Geocaching aufgeschreckt werden, kommen nicht so schnell die Dose auf der Webseite zu sehen. Das Audit Log ist fast wie Geocaching-Kino und die Müll-Logs reduzieren sich rapide.

Problem: Viele Geocacher sind kein Premium-Member und spielen Geocaching trotzdem vernünftig. Die sind außen vor. Das war lange mein Grund nicht auf Premium Member umzustellen. Nun ist mir aber der Geduldsfaden gerissen und meine Erfahrungen der letzten 3 Monate zeigen, dass es die richtige Entscheidung war. Wenn ich eben wählen muss zwischen meinem Seelenfrieden und Geocacher, die 23€ im Jahr sparen wollen, dann bin ich mal ganz eigennützig. Zumal jeder Geocacher mehr Geld für Ausrüstung und Sprit ausgibt als diese 23€.

Viele Cacheowner haben gleich reagiert in einem Akt der Verzweiflung den Massen Herr zu werden und die Auswirkungen des Booms abzufedern. Meine Erfahrung zeigt, dass man sich damit sehr gut helfen kann. Ich würde mich auch freuen wenn alle meine Caches suchen und finden können. Aber diese Massen verkraftet kein Cache und die vielen Foursquare-Geocacher verkraften meine Nerven nicht. Sollen sie weiterhin ihre Leitplanken suchen. Mir doch egal.