Siebenburgen-Tour – „7BT“

So was kennt bestimmt jeder: Man schwafelt endlos von einer Tour, die man schon immer mal machen wollte. Aber irgendwie bleibt es dann auch dabei. Ganz besonders wenn die Termine von mehreren Leuten „synchronisiert“ werden müssen. Wie auch im Job liegt der Schlüssel in der Planung. Diesmal hatten wir uns fest vorgenommen Nägel mit Köpfen zu machen. Also ein Wochenende ausgeguckt, Zimmer gesucht, Team zusammengestellt und auf schönes Wetter gehofft.

Als erster Schwierigkeitspunkt erwies sich die Suche nach den Zimmern. Schliesslich wurde die bessere Hälfte von drei_und_zwei nach hartnäckiger Suche fündig und ergatterte eine Ferienwohnung in Schönau, welche sich als Glücksgriff erwies- mal abgesehen von dem leichten Ziegenodeur von der angrenzenden Weide, der immer in der Luft lag. Na ja Landluft eben- kennen wir ja von zu Hause.

 

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Nachdem alle (drei_ und_ zwei, Geochief, Wilddrude, JeeperMTJ und Wüstenmaus) im freitäglichen Berufsverkehr gut angekommen waren, der nächste Difficulty-Punkt (eigentlich fast schon ein Schock): kein Telekom-Netz, nur Vodafone und ganz, ganz, ganz wenig Eplus. Oh Gott – also keine Livetweets oder dergleichen, geschweige denn online Planung. Glücklicherweise ging es dann doch noch mit Old School Mitteln. Schliesslich zum Essen in das empfehlenswerte Landhaus Mischler in Schönau.

Der dritte Schwierigkeitspunkt war dann die Logistik, genauer das möglichst schlaue Parken der Autos. Mit drei Autos und 6 Leuten erwies sich das als durchaus anspruchsvoll nach einer langen Arbeitswoche. Wir hatten keine Lust, bei den angekündigten 28 Grad die Bubuausrüstung den ganzen Weg zu schleppen, ausserdem wird man ja nicht jünger. Wir entschieden uns für die Lösung, ein Auto am Wanderparkplatz in Schönau zu parken und zwei Autos unterhalb der Froensbourg. Auf diese Weise mussten sich nicht 6 Leute verschwitzt in ein Auto quetschen *hust* Wer mag kann ja gerne mal selbst nachdenken.

Nun also ging es nach einer für manchen etwas längeren Nacht endlich los. Aufstehen ist manchmal sooo schwer… das Wetter versprach brillant zu werden und so war es dann auch. Gutes Team, gute Wege, super Fernsicht, es stimmte alles. An Stage 1 das obligatorische Clowncachen, danach lief es dann wieder rund. Noch etwas Beifang, den sich ob der Hitze nicht alle Teammitglieder geben wollten, und ein paar „Burgbesichtigungen“. Zwischenzeitlich kam kurz Panik auf, ob wir es überhaupt noch zum Essen schaffen würden (Wir essen zeitig!), da es vor lauter Freude am Cachen irgendwie immer später wurde. Am Endpunkt des ersten Tages, der Froensbourg, haben wir noch eine Cacherfamilie getroffen, die sich zur Übernachtung rüstete. Überhaupt war an diesem Tag sehr viel auf den Wanderwegen los. Kein Wunder, endlich mal ein schönes Wochenende nach dem Schietsommer. Schliesslich klappte alles wunderbar, und wir sassen um 20 Uhr geschniegelt und gebügelt im – etwas weniger empfehlenswerten – Restaurant Zur Wegelnburg in Schönau.

 

 

Am Tag 2 waren dann sowohl wesentlich weniger Strecke als auch wesentlich weniger Höhenmeter zu bewältigen, daher konnte man es etwas gemütlicher angehen. Auf dem Programm standen jetzt noch 4 Burgen und 12 km. Das Wetter wurde unerträglich schwül, und diesmal konnten wir beim besten Willen keine Lösung für das 6-Leute-in-einem-PKW-Problem finden, ohne etwa 28 Mal hin- und herfahren zu müssen. Matthias ist jetzt IHK-geprüfter Schlangenmensch 😉

Am Vortag war der Schweiss bereits in Strömen geflossen, heute war es nicht besser, obwohl bewölkt und nicht mehr so heiss – wie unter einer Glocke. Von daher waren wir dann doch froh , den Final problemlos – ohne den üblichen Verrechner – bergen zu können. Die Heimreise traten wir bereits um etwa 14.30 Uhr an. Man könnte auch alles in einem Tag schaffen, dann hätte man aber deutlich weniger Spaß, keinen Beifang und wäre Shyce-in-den-Dreck müde. Der Final verschaffte JeeperMTJ noch eine adulte Zecke am Bein mit anschliessender Streptokokken-Infektion und 3 Wochen AB-Behandlung. Auch die Mücken und Fliegen haben hier besondere Qualität und verursachten bei einigen anderen Teammitglieder handgroße Quaddeln.

Folgende Geocaches haben wir während unserer Tour gefunden:

Found it 09/11/2011 JeeperMTJ found Die 7 Burgentour – Pfälzer Wald/Nordvogesen Rheinland-Pfalz, Germany Visit Log
Found it 09/11/2011 JeeperMTJ found Schatzgeschichte Rheinland-Pfalz, Germany Visit Log
Found it 09/11/2011 JeeperMTJ found Felsenland Pfalz: Friedenskreuzfels Rheinland-Pfalz, Germany Visit Log
Found it 09/11/2011 JeeperMTJ found Medieval Cache VI – Wasigenstein Alsace, France Visit Log
Found it 09/11/2011 JeeperMTJ found ZIGEUNERFELS Alsace, France Visit Log
Found it 09/11/2011 JeeperMTJ found Almenfels (ab 4/11 mit richtiger Box 😉 Alsace, France Visit Log
Found it 09/10/2011 JeeperMTJ found De Aff uff´m Schloifstoi / le singe sur la pierre Alsace, France Visit Log
Found it 09/10/2011 JeeperMTJ found SPIRIT OF ADVENTURE Alsace, France Visit Log
Found it 09/10/2011 JeeperMTJ found Felsenland Pfalz: Der vergessene Felsen Rheinland-Pfalz, Germany Visit Log

 

Nicht alle davon liegen direkt auf dem regulären Weg der 7BT, sondern es sind kleine Abtecher notwendig. Insbesondere beim „Vergessenen Felsen“ und dem „Friedenskreuzfels“ ist es weniger die Entfernung als die Höhenmeter, die für einen extra Schweisstropfen gut sein können.

Wer es bei der Karte richtig Old School bevorzugt, dem sei die 1:25000 Topokarte des Landesvermessungsamtes RLP emfpohlen:

Ansonsten erwies sich die OSM Karte für Garmin von Wanderreitkarte.de als äusserst nützlich. 99 Prozent der Wege waren tatsächlich vorhanden. Gleichwohl merkten wir leichte Unterschiede bei 2 Kartenversionen, die nur 3 Monate auseinanderlagen. Es ist also zu empfehlen die aktuellste OSM zu laden.

Unseren Track gibt es – wie immer – auf EveryTrail.com mit einigen Fotos. Der Track ist inklusive unserer Abstecher aber ohne Transferfahrten mit dem Auto. Unser Einstieg am 2. Tag war am südlichsten Punkt des Tracks.

7-Burgen Tour at EveryTrail

 

Fazit: 33 km, 1800hm (mit Abstechern), super Tour, tolle Strecke, schöne Gegend, eine gewisse körperliche Herausforderung, kurz: einer der Caches, die man sicher niemals vergisst und unbedingt empfehlenswert! Sicher hätte eine Übernachtung auf der Froensbourg noch mehr zur Einmaligkeit beigetragen, dennoch war es auch in der Weicheivariante ein super Wochenende, wie das Gruppenfoto, das auf der Burg Wasigenstein aufgenommen wurde, zeigt.

Überlegungen für das nächste „Event“ sind im Gange. Bei solchen Caches ist man doch gerne Geocacher. Danke an Jever für den Cache und an Timbre.poste für die Wartung!