Fanmeeting des GET-Projekt auf der IMS 2011

Wir waren schon in der Vergangenheit im Rahmen der EOFT auf die Gore-Tex Experience Tour aufmerksam geworden. Das GET-Projekt besteht aus unterschiedlichen Einzelprojekten; wir hatten uns beide für das Fanmeeting anlässlich des International Mountain Summit (IMS ) in Brixen beworben. Der once-in-a-lifetime Glücksfall trat unglaublicherweise ein: Nachdem Herr Jeeper die Einladung schon bekommen hatte, hat mich auch noch ein Anruf erreicht – ich bin fast tot umgefallen. Also schnell berufliche Termine umgelegt, Urlaub genommen und es konnte losgehen!

Die Gore-Tex Experience Tour ist eine Art Marketing-Endkundenprogramm der Firma W..L. Gore. Da Gore als Hersteller der Membranen, nicht aber der Endprodukte eher selten mit den Endkunden in Kontakt kommt, ist das ein gutes Mittel, Werbung in eigener Sache zu machen und gleichzeitig über Produkttests Kontakt zu den Endkunden zu bekommen.

Wir fuhren Freitags schon los, um einen Stop in Sachen Skitourenausrüstungsoptimierung in Gmund am Tegernsee machen zu können. Bei den Bergzeitlern wurden wir dann fündig. Es gab einen Garmont Shogun für den Herrn Jeeper. Der ursprünglich ausgeguckte Scarpa Maestrale fügte sich nicht so toll um die Jeeper Füsse. Der Shogun passte aber perfekt und hat schon die erste Bewährungsprobe bestanden. Und auf der Piste machte er auch eine gute Figur. Und wie üblich haben wir noch 1,2 andere Sachen bei Bergzeit erstanden; der Laden macht einen schwach.

Angekommen in Brixen haben wir uns erstmal die örtliche Cachelandschaft vorgenommen. Es gab nur 3 Caches in Schlagweite, zum Glück war noch ein T5 Geocache dabei. Ausserdem sahen wir uns die Weltmeisterschaft im Slacklinen an, die im Rahmen des IMS ausgetragen wurde. Was soll ich sagen- der Wahnsinn, was die Jungs und das Mädel abgeliefert haben. Gleichzeitig stellten wir fest: Wir werden alt! Die Weltmeisterschaft gewonnen hat übrigens Mike „Alpha“ Payton, während Andy Lewis sich den Weltcupsieg holte.

Auf dem offiziellen Programm stand dann Samstags nachmittags eine Welcome Reception, eine Stadtführung und anschliessend zwei Vorträge im Rahmen der IMS: Chris Sharma mit „Living the Dream“ (mal eben ne 9- zum warmwerden, jaja) und Stefan Glowacz mit seinem Expeditionsvortrag, der wohl gerade noch rechtzeitig fertiggeworden war. Auf diesen hatte ich mich persönlich sehr gefreut. Stefan imponiert mir als Charakter mit vielen Facetten, das war sozusagen mein persönliches Highlight des Wochenendes. Kleine Anekdote von Chris nach dem Vortrag: auf die Frage aus dem Publikum, was er vom freeclimben hält: „I don’t know, it’s not my deal. It’s pretty dangerous!“

Der Caterer im Forum Brixen hat es tatsächlich geschafft, uns in 45 Minuten zwischen den Vorträgen noch ein 3-Gänge-Menü aufzutragen- Respekt! Und dann wird man noch von Ines Papert beim Essen gestört. 😉

Am Sonntag wurden wir zum „Walk“ mit einem der vortragenden Alpinisten geladen. Zur Definition „Walk“ gleich mehr. Als Überraschungsgast hatte sich bereits am Vorabend Edurne Pasaban dazugesellt. Da unter den Teilnehmern eine stattliche Anzahl Spanier war, gingen diese mit Edurne, wir waren in Stefans Gruppe. Da wir auch am Sonntag brillantestes Wetter hatten, wurde es ein perfekter Tag. Die Tour führte zur Radlseehütte, manche machten einen Abstecher zum Gipfel des Königsanger (2439m). Der Jeeper gehörte zur Neigungsgruppe Gipfel, meine Wenigkeit zur Neigungsgruppe Knödel.

Bei diesen Walks gibt es reichlich Gelegenheit zum Austausch und natürlich auch, Fragen an den bekannten Begleiter zu richten. Eine andere Geschichte war das Südtiroler Panorama. Manchmal ist es besser im Vorhof zu sitzen als mitten in den Dolomiten, dann sieht man die Berge viel besser. Man könnte jedenfalls Augenkrebs bekommen bei dem Anblick.

Nun noch ein Wort zum „Walk“: nach der Auswertung des GPS-tracks stellte sich heraus, dass es sich bei dem „Spaziergang“ um eine Strecke mit 1000hm und 11 km Strecke handelte (–> Steil hoch und steil runter). Nun ja, man ist eben mit Bergsteigern unterwegs!

Wir hatten Jacken aus dem neuen Active Shell Material zum Testen bekommen, das mich sehr begeistert hat. Mussten die Jacken schweren Herzens zurückgeben, durften den Baselayer allerdings behalten. Die Kombination aus Baselayer und Active Shell war sehr angenehm, was ich vor der Tour noch stark bezweifelt hatte. Es war schließlich nicht gerade tropisch warm. Die Gruppe mit Edurne Pasaban hatte übrigens auch nichts zu lachen bei ihrem „Spaziergang“.

Hike at IMS 2011 with Stefan Glowacz at EveryTrail

Nachdem alle frisch geduscht und gestärkt waren, bereitete uns die russische Delegation noch eine kleine Dankeschön-Überraschung in Form eines Namenstags „from Russia with love“ als Erinnerung. Sehr rührend- man konnte sehen, wie sehr die drei sich über die Teilnahme gefreut hatten. Auf dem Foto unten haben es alle um den Hals 🙂

Zum Abschluss zu vorgerückter Stunde zeigte Edurne Pasaban exklusiv für die Teilnehmer ihre Präsentation „Von den Pyrenäen in den Himalaya“. Ich hatte schon einige Interviews mit ihr und Artikel über sie gelesen, aber ich muss zugeben, dass ich nach dem doch recht intimen Zusammensein noch mehr beeindruckt von ihrer Leistung bin. Darüberhinaus ist sie eine extrem sympathische Frau und eher schüchtern. Es gehört schon einiges dazu, so offen auch über Niederlagen und persönliche Schwierigkeiten zu reden.

Die ganze Zeit über wurden wir extrem professionell und gastfreundlich vom sympathischen Gore-Team begleitet. Ich weiss, ich habe mich schon hundertmal über Twitter und persönlich bedankt, aber ich tue es an dieser Stelle noch mal. Das war ein unvergessliches Erlebnis, an das wir ganz privat als Abschlusshighlight noch den ersten Skitag des Jahres in Sölden (wieder mit Traumwetter) drangehängt haben. Wenn man schon mal in der Gegend ist…

Wir behalten die GET auf jeden Fall weiter im Auge und hoffen nochmal mit dabei sein zu können.

 

Bilder von der IMS

Bilder vom Schifoan in Sölden

Alle Teilnehmer vom GET-Projekt

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