Mittelrhein Klettersteig Boppard

„Boppard Alpin“ war das heutige Missionsziel. Zusammen mit TeamFrechdachs ging es in die Weinberge oberhalb von Boppard zum Mittelrhein Klettersteig. Heute morgen sah es überhaupt nicht gut aus was das Wetter betraf. Wir waren schon kurz davor die Tour abzublasen. Am Ende sind wir dann aber doch gefahren – zum Glück: Der Tag entwickelte sich prächtig. Pünktlich am Parkplatz rissen die Wolken auf und der Goldene Oktober zeigte sich zum letzten Mal.

Vor uns lagen 300hm und 2-3h mit feiner Cachesuche. Recht wenig insgesamt verglichen mit alpinen Steigen. Aber man darf sich auch mal erholen. Allerdings kamen wir am finalen Endstück des KS doch nochmal kurz auf Betriebstemperatur. Insgesamt gibt es 11 Kletterstellen, von einfachen Leitern bis zu Trittbügelaufstiegen.  Alles im Wechsel mit längeren und kürzeren Gehpassengen auf Weinbergspfaden. Zum Bau des Steigs wurden 10 Leitern, 130 Trittbügel und ca. 180m Drahtseil verbaut. Im Sommer ist der Steig übrigens sehr heiß. An fast allen Stellen hat man einen tollen Ausblick auf die Rheinschleife bei Boppard. Die Einstufung ist A/B mit einer Stelle B/C, wobei ich letzterer max. ein „B“ geben würde. Nichtsdestotrotz kann man die Erkenntnis gewinnen, dass es auch in Rheinland-Pfalz steile Anstiege geben kann. Vielleicht der Grund warum einige Besucher vor Ort die Seilbahnunterstützung wählen. Aber da wollen wir nicht mitspielen.

Direkt auf dem Klettersteig kann man zwei Geocaches finden: Den Multi „Vierseenblick und kein Todesfall“ und den Traditional „Kletterfix“. Für den Multi mussten kräftig Sprossen und Leiter gezählt werden, aber erstaunlicherweise kamen wir beide immer zum gleichen Ergebnis. Passiert mir eigentlich selten. Kurz vor dem Ende des eigentlichen Klettersteigs konnten wir dann den Kletterfix finden, obwohl wir vor lauter Gequatsche beinahe vorbeigelaufen werden.

Nach dem Ausstieg haben wir erstmal eine Rast auf dem „Bankerl“ gemacht. Da diese sowieso eine Stage des Multis war, bot sich das förmlich an. Von dort ging es auf verschlungenen Pfaden zum Final des Multis. Die Wegführung stellt uns kurzfristig vor das ein oder andere Rätsel. Wir waren aber nicht die einzigen, denn mit uns wandelten noch andere KS-Besucher verwirrt durch den Wald auf der Suche nach dem Pfad der Erleuchtung.

Eigentlich dachten wir die Kletterei wäre vorbei. Am Final des Vierseenblicks haben wir uns dann nochmal einen Hang hocharbeiten dürfen. Wir haben uns dann von Baum zu Baum gehangelt – treehugging im Dienste des Geocachings. Nachdem ich den Final nach dem Logeintrag wieder kunstvoll drapiert hatte, kam schon das nächste Team „umme Ekke“. Mein Werk war zerstört!

Jetzt gab es die verdiente Kaffeepause – rechtzeitig zum heutigen Saisonschluss des Lokals. Und hier gab es „Kännchen Kaffee“. Das lässt immer auf die sonstige Klientel schliessen. Zurück ging es dann über einen schicken Bergpfad mit gaaaanz vielen Kehren.

Diese Geocaches haben wir gefunden:

Tipps:

Im erweiterten Perimeter gibt es dann noch einigen netten Beifang. Auf dem Rückweg kann man z.B. noch auf den Elfenlaypfad einbiegen und noch 4 Traditionals nebenbei einsammeln. Wir hatten das leider zu spät gesehen und daher nur den ersten in der Nähe des Parkplatzs gefunden.

An der örtlichen Aral-Tankstelle (zwischen Parkplatz und Einstieg) kann man auch Klettersteigsets ausleihen (5€).

In der Nähe (ca. 25 km SO) befinden sich noch zwei Klettersteige im Mittelrheintal zwischen St. Goar und St. Goarshausen. Sie sind etwas kürzer und man kann sie ggf. noch im Anschluss mit anhängen:

 

Fazit: Nicht hochalpin, nicht übermässig schwierig, aber eine richtig schöne Tour. An 2-3 Stellen hat man kurzfristig richtiges Via Ferrata Feeling. Die kurze Anreise macht es nochmal interessanter nach Boppard zu gondeln.  Bei schönem Wetter kommt man hier definitiv auf seine Kosten. Ich werde bestimmt nochmal herkommen.

Mittelrhein Klettersteig auf Klettersteig.de

Weitere Bilder von JeeperMTJ

Traditional-Serie für den Rückweg: Elfenlaypfad

 

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